Was tun gegen Warzen?

Warzen erkennen und gezielt behandeln

Wenn Sie auch unter Warzen leiden, dann sollten Sie nicht zu lange mit einer gezielten Behandlung warten. Warzen verbreiten sich oft schnell und können dann kosmetisch stark stören oder auch Schmerzen verursachen. Die besten Behandlungsmethoden, die Ihnen WIRKLICH helfen, stelle ich Ihnen hier vor.

Jeder von uns kennt sie, diese lästigen kleinen Geschwulste, die sich vorzugsweise an Händen oder Füßen bilden. Kein Thema, über das man gerne redet, ist es doch optisch nicht schön anzusehen. Aber möchte man deswegen 2h beim Hautarzt sitzen? Nein, eigentlich will man lieber eine möglichst diskrete Lösung, die bequem zu Hause angewendet werden kann.

Ich stelle Ihnen hier zwei Warzenmittel vor, mit denen ich bereits selbst sehr gute Erfahrung gemacht habe. Sogar bei meiner 5-jährigen Tochter war die Behandlung erfolgreich – und vor allem schmerzfrei.

Warum sind Warzen so schwer zu bekämpfen?

Warzen sind meist gutartige Geschwüre der oberen Hautschicht. Sie treten vor allem an Händen oder Füßen auf, aber auch im Gesicht oder im Genitalbereich. Ursache für eine Infektion ist die Ansteckung mit den sogenannten humanen Papillomaviren (HPV). Die Ansteckung erfolgt über eine Kontaktinfektion über kleinste Verletzungen der Haut oder der Schleimhaut. Dies geschieht zum Beispiel beim Barfußlaufen im Schwimmbad oder beim Sport, aber auch beim ungeschützten Geschlechtsverkehr.
Bis sich letztendlich Warzen bilden, können Monate vergehen. Aber wenn sie dann da sind, ist es nicht so einfach, sie wieder loszuwerden, da die kleinen Geschwüre sehr hartnäckig sein können. Das liegt daran, dass Warzen lange Wurzeln ausbilden, die bis tief in die Haut hineinreichen. Daher ist es wichtig, die Behandlung nicht nach 1-2x abzubrechen. Sie sollte solange fortgeführt werden, bis man wirklich die komplette Warze samt Wurzelgebilde entfernen konnte.

Behandlung in zwei Schritten

1. Freilegen der Warze
Im ersten Schritt eimpfehle ich ein hornhautablösendes Mittel (Keratolytikum).

Ein zuverlässiges Mittel zur Hornhautablösung ist dieses Mittel namens Warz-ab® N, welches bei uns sehr gut geholfen hat:

warzenmittel-warz-ab

Das Warz-ab® N Keratolytikum enthält folgenden Wirkstoff:
1g Lösung enthält 100mg Salicylsäure.
Die weiteren Bestandteile sind:
Aceton, Essigsäure (99%), Pyroxylin, raffiniertes Rizinusöl, 2-Propanol.

Die Lösung darf nicht mehr verwendet werden, wenn die Lösung nicht mehr dünnflüssig ist.

Das hornhautablösende Mittel lässt sich schnell und genau auf die betroffene Hautstelle auftupfen. Dabei bildet sich in kurzer Zeit ein weißer, elastischer Film, so dass die Warze nicht zusätzlich durch ein Pflaster oder einen Verband abgedeckt werden muss.
Unter dieser Schicht können die Inhaltsstoffe gezielt und dauerhaft auf die Haut einwirken und so die hornhautablösende Wirkung entfalten.

Hier seht ihr, wie einfach und zielsicher sich das hornhautablösende Mittel auftragen lässt:

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Ein Fingerwarze ist besonders unangenehm und kann sich schnell ausbreiten. Hier sieht man die Fingerwarze vor der Behandlung und einmal mit weißer Schutzschicht – diese hat den Vorteil, dass sich die Warzenviren nicht weiter ausbreiten können. Dies ist vor allem während einer Warzenbehandlung sehr wichtig:

fingerwarze-vor-behandlung fingerwarze-weisser-schutzfilm

Auch Fußwarzen lassen sich sehr gut mit dem hornhausablösenden Warzenmittel behandeln. Gerade die festere Hornhautschicht an den Fußsohlen macht diese erste Behandlung vor einer anschließenden Vereisung notwendig. Der weiße Schutzfilm ist auch hier besonders wichtig, da sich die Warzenviren beim Barfußlaufen schnell auf andere Menschen übertragen können:

fusswarze-vor-behandlung fusswarze-weisser-schutzfilm

Mein Tipp
Bestreichen Sie vor der Anwendung ein Wattestäbchen mit etwas fetthaltiger Creme und umranden Sie damit die Warze. Dadurch wird kommt nur die Warze selbst mit dem Mittel in Berührung und der umliegende Hautbereich ist geschützt.

Alle zwei bis drei Tage sollte der weiße Film mit den daran haftenden Hornhautschichten vorsichtig (z.B. mit einer Pinzette) abgezogen werden. Dieses Prozedere wiederholt man täglich, solange bis die Warze quasi „freiliegt“.

2. Vereisen der Warze
Wenn Sie mehrere Tage lang das hornhautablösende Mittel angewendet haben, sollten die obersten Hautschichten abgelöst sein. Die oberste harte Hautkruste ist jetzt weg und die Warze liegt quasi „frei“. Die perfekte Voraussetzung, um mit dem Vereisungsprozess zu beginnen. Auch diese Behandlung muss ggfs. ein paarmal wiederholt werden. Mit dem hornhautablösenden Mittel sollte man täglich zusätzlich weitermachen.

Ein gutes Vereisungsmittel ist Wartner®. Es wirkt genauso wie die Vereisung beim Hautarzt und vereist die Warze bis auf die Wurzel. Wartner® ist allerdings nur für Hand- und Fußwarzen geeignet.

wartner-packung

Eine Packung Wartner® enthält:

  • eine Spraydose: Gemisch aus Propan und Dimethylether
  • einen Plastikhalter, auf den man die Schaumstoffapplikatoren feststeckt
  • 12 Schaumstoffapplikatoren für den einmaligen Gebrauch
  • Hornhautfeile

wartner-zubehoer

Bei der Vereisung geht man wie folgt vor:

Schritt 1
Der Schaumstoffapplikator wird an der blauen Seite genommen und zusammengedrückt. Dadurch wird ein kleines Loch sichtbar. Hier schiebt man den Stift des Plastikhalters rein.

schaumstoffapplikator-loch schaumstoffapplikator-plastikhalter

Schritt 2
In die aufrecht stehende Spraydose wird nun oben in die Öffnung der Plastikhalter mit dem Schaumstoffapplikator gesteckt. So weit, bis der Schaumstoffapplikator nicht mehr zu sehen ist. Dann den Halter gut 3 Sekunden lang fest in die Dose drücken. Ein zischendes Geräusch zeigt an, dass der Applikator die kalte Flüssigkeit aufnimmt und ein Kondensat entsteht (ist unschädlich).

Schritt 3
Nun den Halter wieder rausziehen und 20 Sekunden abwarten. Dann ist die optimale Vereisungstemperatur erreicht.

Schritt 4
Jetzt kann der Schaumstoffapplikator fest auf die Warze gedrückt werden. Die Dauer hängt davon ab, ob sie die Warze an der Hand oder am Fuß befindet:

  • Handwarzen: 20 Sekunden
  • Fußwarzen: 40 Sekunden

Nach der Vereisung kann ein leichtes stechendes Gefühl entstehen, das ist aber wirklich nur sehr kurz und nicht dramatisch. Unsere 5-Jährige hat dabei keine Miene verzogen, und sie ist schon eine kleine Mimose.

Der gebrauchte Applikator kann anschließend entsorgt werden. Man sollte ihn nicht zweimal verwenden. Außerdem sollte er nicht mit gesunden Hautpartien in Berührung kommen, um eine weitere Ausbreitung der Infektion zu vermeiden.

Nachbehandlung
Nach der Vereisung ist es wichtig, dass die Stelle sauber gehalten wird. Wichtig ist, dass man nicht an der Warze rumkratzt oder rumpult. Sonst können sich die Viren weiter ausbreiten und z.B. vom Fuß auch auf die Hand übergehen. Wenn man sehr empfindlich ist, kann man die Warze auch erstmal mit einem Pflaster abdecken. Andernfalls würde ich empfehlen, direkt danach noch das hornhautablösende Mittel zu verwenden. Dann bildet sich auch direkt wieder die weiße Schutzschicht.

Die Verweisung kann im Abstand von 1-2 Wochen wiederholt werden und soll laut Packungsbeilage nicht mehr als 3x erfolgen. Beim Arzt wird aber mitunter 7x vereist. Wir haben es 2-3x angewendet, bis die Warze komplett verschwunden war.

Was kann man tun, um Warzen vorzubeugen

Wenn man einmal eine erfolgreiche Warzenbehandlung hinter sich hat, möchte man sich möglichst nicht so schnell nochmal damit infizieren. Folgende Tipps können dabei helfen, dauerhaft warzenfrei zu bleiben:

  • Barfußlaufen im Schwimmbad und beim Sport vermeiden
  • trockene Haut wird leicht rissig – cremen sie ihre Händer und Füße regelmäßig ein – möglichst mit einer fetthaltigen Creme
  • regelmäßige Fußbäder fördern eine gute Fußhygiene
  • eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung stärkt das Immunsystem – ebenfalls ein echter Warzenkiller

Warzenmittel im Vergleich